Tägliche Routine

Wir sind ein reines Detox & Health Resort, kein Mischbetrieb mit "normalen" Touristen. Das bedeutet, dass alle Gäste eine Kur machen. Die Kur folgt den vedischen Richtlinien. Der Tagesablauf, die kraftvolle Kombination der Behandlungen, das abgestimmte Essen und Trinken entsprechen den traditionellen Veden. Die Ärzte führen tägliche Konsultationen durch und so werden Anwendungen, Medikamente, Speisen und Getränke individuell auf den Patienten abgestimmt. Begleitet wird die Behandlung durch spirituelles Yoga, das ebenso geführt wird wie die buddhistische Meditation.  

Schon in den alten Veden steht geschrieben, dass es einen Rhythmus für Körper, Geist und Seele gibt, genannt Samsara. Aus dem Sanskrit übersetzt, bedeutet Samsara Zirkulation. Es steht auch für Wiederholung und diesem Prozess folgt ein authentisches Ayurveda.  

Durch die Erkenntnis, dass man seinen Tag in der Vata-Zeit beginnen sollte, steht man zu diesem Zweck am Morgen bei Sonnenaufgang auf.

Für Ayurveda-Gäste bedeutet dies die erste Zufuhr von erwärmtem Wasser, das den Stoffwechsel unterstützt. Erst nach Yoga und Meditation gibt es das ayurvedische Frühstück, keinen Kaffee und keinen schwarzen Tee. Diese koffeinhaltigen Getränke würden die Konstitution empfindlich verändern, weil sie Pitta und Vata zu schnell und intensiv stimulieren. Außerdem wird die Pulsdiagnose durch solche starken Toxine verfälscht.

Wir möchten einen typischen Ayurveda-Tag während einer authentischen Panchakarma- Kur in unserer Villa Arana am Beispiel von Anna aufzeigen, um Ihnen einen Einblick zu geben.  

Anna ist eine gut proportionierte, kraftvolle und offensichtlich ausgeglichene Frau Ende dreißig. Sie ist eine Kapha- Frau und in der zweiten Woche ihrer Behandlung. Obwohl es für sie als Kapha-Frau immer schwierig ist, morgens in die Gänge zu kommen, steht Anna vor Sonnenaufgang auf. Und tatsächlich, in der Vata-Zeit am frühen Morgen, bemerkt sie, ist es viel einfacher, aufzustehen.

6:00 Uhr

Anna wacht auf und nimmt zuerst ein großes Glas heißes Wasser. Dann führt sie die kleine Morgenhygiene durch und geht auf die Terrasse, wo das tägliche Yoga stattfindet. Yoga ist eine gute Methode im Alltag, um die aufkommenden Anforderungen zu meistern, aber in einer Kur kann es zu viel Energie binden und so werden nur wenige ruhige Asanas (Posen) als Vorbereitung auf die Meditation praktiziert, die dem Spiel der Farben der aufgehenden Sonne am Himmel entsprechen.

6:30 Uhr

Jetzt führt unser Yogalehrer die Gruppe zum Strand, heute gibt es Wellenmeditation. Aufkommende Gedanken werden dadurch leichter abgewiesen, Konzentration und Atemkontrolle geübt, danach.....

7:30 Uhr

Anna geht in ihr Bad zur morgendlichen Körperpflege.
Der Arzt riet ihr, aufgrund ihrer Kapha-Konstitution eine warme und kalte Dusche zu nehmen. Jetzt, nach dem Anziehen, merkt sie, dass ihr Körper in vollem Gange ist - auch ohne Kaffee.

8:30 Uhr

Jetzt nimmt sie ihr Frühstück zusammen mit den anderen Gästen ein, während Sie dem Meer lauschen. Während die Gäste von Pitta und Vata auf ein reichhaltiges Frühstück nicht verzichten können, reichen ihr Kolakanda, ein Kräuterreisgetränk und ein Obstteller mit Papaya und Passionsfrucht. Dann drei kleine Rotti, Vollkornflachkuchen und Reismehl mit Zwiebelmbola und einigen anregenden Gewürzen wie Ingwerpulver oder Zimt, so dass die Schwere der Kapha-Zeit des Morgens von sechs bis zehn Uhr überhaupt nicht auftritt. Im Gegensatz zu den westlichen Ernährungslehren hält der Ayurveda nicht viel von einem großen Frühstück.

9:00 Uhr

Anna genießt die Zeit im Garten, hier ist das Vogelkonzert in vollem Gange. In Kürze wird sie ein Arztgespräch haben. Der Arzt wird mittels ayurvedischer Pulsdiagnose und Verhaltensanalyse nochmals überprüfen, ob die verordneten Anwendungen greifen.

9:30 Uhr

Sie sitzt bei ihm, er nimmt sich viel Zeit, stellt viele Fragen und spürt den Puls. Hier stellt er fest, ob die verordneten Behandlungen sich bereits bewährt haben, ob man hier auf dem richtigen Weg ist.

9:45 Uhr

Anna liegt nun auf dem Behandlungstisch unter dem Ölstrahl von Shirodara - dem Stirnguss. Diese Behandlung stimuliert den Geist. Ama (Schlacken) werden aus Geist und Seele entfernt.

10:15 Uhr

Nach dem Stirnguss wird eine Pause von einer Stunde eingelegt. Von 10 bis 14 Uhr ist Pitta-Zeit, daher sind die Gedanken sehr aktiv. Es wird verarbeitet, die Pitta-Energie hilft dabei. Die Shirodara wurde nun durch die neue Zeitphase positiv beeinflusst.

11:15 Uhr

Jetzt ist es an der Zeit, die Poren zu öffnen. Zur Vorbereitung der Haut, dem größten Organ des Körpers, um in die sieben Schichten einzudringen und die physische Ama zu befreien. Dazu wird das Svedana, das Dampfbad vorbereitet. Kräuterdämpfe dringen in die Haut ein, während der Kopf kühl bleibt. Dann ist es - 12 Uhr - High Noon, jetzt ruht man sich im Palmschatten aus, bevor man mittags duscht und dann isst, um das Kräuteröl abzuwaschen.

12:30 Uhr

Anna trifft nun die anderen Gäste- mit Vata und Pitta Konstitution, für die das Mittagessen noch wichtiger ist als das Frühstück. Eine der Grundregeln der ayurvedischen Ernährung ist, dass die schwerste Mahlzeit gegen Mittag eingenommen werden sollte, denn dann ist das Agni, das Verdauungsfeuer, am stärksten. Ohne regelmäßige Mahlzeiten werden die Gäste von Vata bald müde und unkonzentriert, während die Gäste von Pitta schnell ungeduldig und unangenehm werden. Anna isst das für sie zusammengestellte Menü mit höchster Wertschätzung. Auf der Speisekarte steht roter Reis mit Kanadhal, ein leckeres Kichererbsencurry, Lotuswurzelcurry und Rote-Beete-Curry. Kurkuma und Kreuzkümmel gleichen ihre Doshas aus. Zum Nachtisch gibt es Laddhus, mit Jaggery und Zimt, Kokosraspeln und Sesamsamen. Dies stimuliert weiterhin ihr Agni und unterstützt wieder die Phase des Tages. Vier dieser köstlichen Würfel reichen aus. 

14:30 Uhr

Seit 14 Uhr ist Vata-Zeit, sie dauert bis etwa 18 Uhr und Annas Körper und Geist sind wirklich in Bewegung. Während es ihrer Pitta-Freundin genauso gut geht wie ihr in dieser Zeit, wirkt ihre Vata-Freundin immer etwas müde und entspannt sich nun lieber alleine. Anna bekommt jetzt eine Synchronmassage, genannt Abhyanga, was soviel wie liebevolle Hände bedeutet und jetzt erklärt sich auch dieser Name. Chaminda und Upul brauchen dafür mehr als 40 Minuten. Wieder wird der physische Ama auf die Entwässerung vorbereitet. Anna lässt sich voll und ganz auf die symmetrische Behandlung der Marma-Punkte ein und genießt es. Danach fühlt sie sich sehr erschöpft…..

15:15 Uhr

Das Öl auf ihrem Körper muss noch nachwirken, also legt sie sich noch eine Stunde lang auf einen bequemen Liegestuhl in der Nähe des Pools. Hier kann sie sich inmitten von Palmen entspannen.

16:15 Uhr

Eigentlich wollte sie in den Pool gehen, aber jetzt findet sie das zu anstrengend. Stattdessen endet der Behandlungstag mit einer Fußmassage, die Marmapunkte halten den Kontakt über die Meridiane zu den inneren Organen, die zur Unterstützung der Reinigung angeregt werden.

16:45 Uhr

Jetzt ist Anna froh, dass sie noch etwas Zeit hat, sich mit den anderen Kurgästen auszutauschen.

18:00 Uhr

Am Abend kehrt Ruhe in der Villa, der Natur und auch bei Anna ein - die Kapha-Zeit beginnt. Heute wird Anna zusammen mit zwei weiteren Gästen den Sonnenuntergang beobachten.

18:30 Uhr

Das ayurvedische Abendessen beginnt. Anna und ihre zwei Freunde sind mit einer kleinen, leichten Mahlzeit zufrieden. Wie bei jeder Mahlzeit gibt es auch hier drei Gänge. Heute ist es eine Kürbissuppe und dann etwas Reis mit fettfreiem, gedünstetem Gemüse. Papayasalat beendet die Mahlzeit, eine Frucht, die der Ayurveda als Heilmittel betrachtet. Da Anna und ihre Freunde ihre Hauptmahlzeit am Mittag festgelegt haben und auf Snacks zwischen den Mahlzeiten verzichten, geht es ihnen allen Dreien besser. Sie haben auch kaum Probleme mit ihrem Gewicht.

20:30 Uhr

Jetzt gehen wir noch ein paar Meter am Strand entlang, atmen noch etwas mehr Dunkelheit ein. Die Tierwelt ist stumm, das Dorf schläft auch ein.

21:00 Uhr

Jetzt geht auch Anna in ihr Zimmer, die abendliche Hygiene ist erledigt.

21:30 Uhr

Sie liegt im Bett, denkt noch einmal über den Tag nach und freut sich auf morgen. Kurze Zeit später, vor Beginn der Pitta-Phase, ist Anna eingeschlafen. Nach 22 Uhr, als Pitta wieder dominiert, schlafen sie alle nicht mehr so gut und tief. Gegen Mitternacht, genauer gesagt von 22 bis 2 Uhr, hat Pitta das Zepter des Biorhythmus übernommen. Jetzt produziert Annas Stoffwechsel Wärme für den Schlaf, und die mentale Verdauung, die Verarbeitung von Tageseindrücken, beginnt. Es wird nicht umsonst gesagt, dass der beste Schlaf vor Mitternacht ist.
Früh am Morgen, zwischen zwei und sechs Uhr, ist Vata aktiv. Dies ist die Zeit der intensiven Träume, an die sich Anna immer gerne erinnert.
Nach und nach bereitet sich der Körper auf das Aufstehen vor und aktiviert die Ausscheidungsorgane.
Samsara....der Zyklus...zu einem neuen Tag!

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